Über Uns


Meine Geschichte, wie ich auf den Hund und schließlich auch auf die Hundezucht gekommen bin, ähnelt sicher in vielerlei Hinsicht denen anderer Hundefreunde, deren Kindheitswunsch einen eigenen Hund zu besitzen unerfüllt blieb.

Seit meiner frühen Jugend hat mich durch viele Phasen mit unterschiedlichen Interessen kein Thema so intensiv und nachhaltig beschäftigt, wie der Wunsch nach einem Hund als Gefährten. Schon in jungen Jahren habe ich eine ansehnliche Sammlung an Fachbüchern angelegt und viele Stunden damit verbracht zu lesen und zu träumen. Die Jahre vergingen und mit dem richtigen Partner an der Seite, er selbst war mit Hunden aufgewachsen, rückte der lang gehegte und bis ins kleinste Detail ausgemalte Traum eines eigenen Hundes plötzlich in greifbare Nähe. Im Laufe der Jahre kamen viele Hunderassen in den Genuss über eine oder mehrere Saisons mein "Topdog" zu sein, oft auch wiederkehrend. Darunter auch der Akita.

Mit dem Studium der Ostasienwissenschaften im Schwerpunkt Japanologie an der Universität Hamburg lenkte ich meine jugendliche Schwärmerei für das Land der aufgehenden Sonne in geordnete Bahnen  und vertiefte mein Wissen. Es war jedoch mein Mann, der den entscheidenen Anstoß gab und vorschlug Züchter dieser Rasse zu besuchen. 

Obwohl ich schon 20 Jahre auf einen Hund gewartet hatte, kam mir vor allen Dingen das letzte halbe Jahr des Wartens wie eine Ewigkeit vor. Als es dann im März 2015 soweit war und Ran Chan (Caori Go Kamiwaza) zu uns kam, war dies ein Glück, welches alle Vorstellungen übertraf und bis heute andauert.

Die Idee auch aktiv für den Fortbestand der Rasse Akita tätig zu werden, stellte sich nach und nach ein. Ich knüpfte erste Kontakte zum Akita Club e.V. und stellte Ran Chan auf Hundeausstellungen aus. Die Eindrücke, die ich dort sammelte, weckten in mir den Wunsch mehr tun zu wollen als nur passiv als Hundehalter am Geschehen teilzunehmen. Ich wollte mitgestalten. Ich bin Mitglied im Akita Club e.V. und züchte nach den Bestimmungen und Richtlinien des VDH. Mein Zuchtziel ist es typvolle, gesunde Akita zu züchten, die sowohl großartige Haustiere abgeben, als auch im Showring überzeugen. Meine Hündin Ran Chan ist meines Erachtens nach der perfekte Ausgangspunkt zum Erreichen dieses Ziels. Sie ist zu allen Menschen, ob groß oder klein freundlich. Ist in jeder Situation souverän und ruhig. Sie war bereits als Welpe bei jeder Familienfeier und Hochzeit mit dabei und lag friedlich unter dem Tisch, während neben ihr das Tanzbein geschwungen wurde.

Wir wohnen in Niedersachsen auf halber Strecke zwischen Hamburg und Bremen. Die Nähe zur Natur und der damit einhergehende Wildverkehr, machen einen zuverlässigen Gehorsam zur Grundvorraussetzung für den Spaziergang ohne Leine. Dass ich Ran Chan in dieser Umgebung immer frei laufen lassen kann,  schreibe ich der gelungenen Mischung aus guter Erziehung meinerseits und guter Führigkeit ihrerseits zu.  Akitatypisch lässt sie sich bei Hundebegegnungen nicht die Butter vom Brot nehmen, bleibt dabei aber immer korrekt und sauber. In ihr sehe ich charakterlich das Ideal dieser Rasse verkörpert. Souverän und in sich ruhend, der Familie treu ergeben, niemals unsicher oder grob, sondern freundlich und menschenbezogen, aufmerksam, intelligent, führig und entgegen jeder Rassebeschreibung ausgestattet mit dem Wunsch dem Menschen seiner Wahl zu gefallen. 

Amano Mihashira


Der Name meines Zwingers "Amano Mihashira" entstammt der japanischen Mythologie, weshalb ich an dieser Stelle gerne einen kurzen Exkurs machen möchte.

Da es sich um eine mündlich tradierte Geschichte handelt, gibt es unterschiedliche Versionen mit kleinen Abweichungen.

Dem Mythos zufolge wird den Shinto-Gottheiten Izanami und Izanagi die Erschaffung der japanischen Inseln zugeschrieben. Ausgestattet mit einem Speer erschufen sie die erste Insel, Onogoro. Izanami und Izanagi wünschten sich ehelich vereint zu werden und errichten auf der Insel eine "heilige Säule" (天の御柱 "Amano Mihashira" oder "ame no mihashira") und um sie herum einen Palast.  Sie umrundeten die Säule in entgegen gesetzer Richtung und als sie sich wieder trafen, waren sie vereint. 

Aus dieser Verbindung enstanden nicht nur die japanischen Inseln, sondern auch über 800 kami (Shintogottheiten). Nachzulesen ist dieser Mythos im Kojiki (708 – 714 AD), einer Sammlung mündlich überlieferter Mythen und dem Nihonshoki (720 AD). Gemeinsam stellen sie die frühesten Werke oral tradierter japanischer Geschichte und Mythen dar.